Neuigkeiten und Veranstaltungen

14. September 2022, 14.00-15.30 Uhr: Webinar „Herzrhythmusstörungen und neue Modelle zur Erforschung neuartiger antiarrhythmischer Therapien“

 

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6. April 2022, 14.00-14.45 Uhr: Webinar „Maschinelle Ex-Vivo Perfusion: Der nächste Schritt bei der Erhaltung des Herzens und der therapeutischen Intervention“

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16. März 2022, 10.00-12.15 Uhr: Webinar „Ischämie-Reperfusionsschäden und Kardioprotektion: Was gibt es Neues?“

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Ein neuer monoklonaler Antikörper für die Behandlung von Herzinfarkt und ischämischer Herzkrankheit

 

Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die Todesursache Nummer eins und stellen den größten Kostenfaktor im Gesundheitswesen dar. In Italien werden jährlich über 20 Milliarden Euro für die Behandlung dieser Krankheiten ausgegeben. Und diese Zahl wird in den kommenden Jahren noch steigen.

Eine neue Forschungsarbeit, die in Nature Communications [1] veröffentlicht wurde, hat die Wirksamkeit eines neuen Biopharmazeutikums, eines monoklonalen Antikörpers, nachgewiesen, das die Fibrose blockieren und den Herzmuskel nach einem Herzinfarkt schützen kann.

Die Studie zeigte, dass dieser Antikörper eine heilsame Wirkung mit einem doppelten Mechanismus hat: Einerseits reduziert er die Ablagerung von fibrösem Gewebe, das die Pumpfunktion des Herzens einschränkt, und zum anderen fördert er das Überleben der Herzmuskelzellen.

Die von Serena Zacchigna, der Leiterin des Labors für kardiovaskuläre Biologie am Internationalen Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie (ICGEB) in Triest und Professorin für Molekularbiologie an der Universität Triest, durchgeführte Untersuchung stellt einen Wendepunkt auf dem Gebiet der innovativen kardiovaskulären Therapien dar.

In Anbetracht des sozialen und gesundheitlichen Drucks, den diese Krankheiten verursachen, sind die Medikamente, die wir zur Behandlung von Patienten mit Herzkrankheiten einsetzen, ziemlich veraltet. „Die neuen biologischen Therapien“, erklärte Zacchigna, „verändern die Therapien von onkologischen Pathologien oder Erbkrankheiten, während es für die Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur sehr wenige Biopharmazeutika gibt. Bei der überwiegenden Mehrheit der bisher zugelassenen Behandlungen werden kleine Moleküle eingesetzt, mit denen im Allgemeinen ein einziges Ziel verfolgt wird, wie z. B. die Aktion eines Enzyms oder eines Rezeptors zu blockieren. Im Gegensatz dazu reproduzieren biologische Arzneimittel (rekombinante Proteine, Gentherapieprodukte und Zelltherapien) die Elemente, die normalerweise in unseren Geweben vorhanden sind, und haben daher die Fähigkeit, komplexe Therapiemechanismen zu beeinflussen. Sie sind jedoch schwieriger herzustellen und zu verwenden wie auch teurer, so dass sie nur schwer von experimentellen Studien auf die Patienten übertragen werden können.“

Die Studie, ein Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den Triester Instituten (ICGEB und UniTS) und der Universität Zagreb, belegt die grundlegende Rolle einer Proteinfamilie, den so genannten Bone Morphogenetic Proteins (BMPs), bei der Entwicklung der Herzfibrose nach einem ischämischen Ereignis.

Das kroatische Team ist seit Jahren ein Exzellenzzentrum für die Erforschung von BMPs (knochenmorphogenetischen Proteinen), die, wie ihr Name schon sagt, eine Schlüsselrolle bei der Knochenbildung spielen, in letzter Zeit aber auch an anderen Prozessen wie der Fibrose beteiligt sind.

„Dank der Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen aus Kroatien“, erklärte Andrea Colliva, Erstautor der Studie und Forscher von UniTS, der am ICGEB tätig ist, „konnten wir die Wirksamkeit eines monoklonalen Antikörpers testen, der eine bestimmte Form des BMP-Proteins (BMP1.3) blockiert, das bei Patienten, die wegen eines Herzinfarkts in die Notaufnahme kommen, besonders hohe Werte aufweist.“

In der letzten Phase des Projekts stieß auch Univ.-Klinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie der Medizinischen Universität Innsbruck zu der Achse Triest – Zagreb, die ihre Erfahrung und ihr Fachwissen auf dem Gebiet der Mechanismen einbrachte, die ischämische Schädigungen und die Entwicklung innovativer Therapien implizieren. Dies wurde durch das Projekt INCardio – Innovative Therapien zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen – ermöglicht, das vom ICGEB geleitet und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 finanziert wird. „Die Zusammenarbeit mit österreichischen Kolleg*innen“, fuhr Colliva fort, „wird entscheidend sein, um die Ergebnisse dieser Studie in anderen Kontexten der Ischämie und Fibrose zu validieren und den Weg für eine mögliche klinische Anwendung dieser Resultate zu ebnen.“

 

Die Förderung der grenzüberschreitenden Innovation bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist gerade das Hauptziel des grenzüberschreitenden INCardio-Projekts, das diese Initiative konsolidiert und rund dreißig Forscher zusammengeführt hat, die auf diesem Gebiet tätig sind. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Arbeit den Weg für weitere biologische Arzneimittel im kardiovaskulären Bereich öffnen wird“, sagte Zacchigna abschließend, „wir benötigen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen, um sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse den Menschen erreichen und dass dies auch in Italien geschieht.“

 

Kontakte für die Presse

ICGEB

Suzanne Kerbavcic, Head of Communications, Public Information and Outreach International Centre for Genetic Engineering and Biotechnology (ICGEB), Trieste, kerbav@icgeb.org, Tel: +39-040-3757315 | Cell: +39-3405971692

MUI
Ms Barbara Hoffmann-Ammann | PR Office
Medical University of Innsbruck
barbara.hoffmann@i-med.ac.at

Referenzen

[1] Bone morphogenetic protein 1.3 inhibition decreases scar formation and supports cardiomyocyte survival after myocardial infarction
https://www.nature.com/articles/s41467-021-27622-9

 

13. Oktober 2021 10:00 – 12:00 h: Webinar „Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Einblicke in neue Methoden & Forschungserkenntnisse

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7. Oktober 2021: Communication Event „Gebrochene Herzen heilen

Wie heilt man ein gebrochenes Herz? Anlässlich des #WorldHeartDay am 29. September 2021 freuen wir uns, die Veranstaltung „Gebrochene Herzen heilen” – ein italienisch-österreichisches Interreg-Kooperationsprojekt Innovative Therapien zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen – anzukündigen. Präsentiert von Medizinische Universität Innsbruck und Partnern, ICGEB, EURAC Research, CUAS

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29. Juli 2021: Webinar „Modellierung und Simulation der kardialen Elektrophysiologie

Dieser Vortrag gibt einen Überblick und eine Einführung über die Möglichkeiten der Modellierung und In-Silico-Simulation des elektrophysiologischen Verhaltens von kardialen Zellen und Substanzen. Das Vorwärtsproblem der Elektrophysiologie wird erläutert und die praktische Anwendung des so genannten inversen Problems der Elektrophysiologie – Non-Invasive Imaging of Cardiac Electrophysiology (Nicht-invasive Bildgebung der kardialen
Elektrophysiologie – NICE) – wird vorgestellt. Auch patientenindividuelle Ergebnisse von NICE, die mit Eingriffen im elektrophysiologischen Labor validiert wurden, werden angesprochen und gezeigt. Zur Betrachtung der mechanischen Kräfte und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Proliferation von Myokardzellen werden die möglichen Verbindungen zwischen elektrophysiologischen und elektromechanischen Modellierungs- und
Simulationsansätzen behandelt und erörtert

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Zoom-Link: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZEpcOyorDIrGdB1s3gDzdErR9QGb4jOgDyU

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Im Rahmen des INCardio-Projektes, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich gefördert wird, haben die gemeinsamen Experimente von #ICGEB und #MUI begonnen, innovative Therapien zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen zu finden. Die Zusammenarbeit zwischen italienischen und österreichischen Institutionen ermöglicht den Austausch von Wissen unter jungen Forschern und verstärkt die technischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten zwischen den beiden Ländern.

 

11. Februar 2021: Webinar „Jüngste Erkenntnisse aus der Herz-Regenerationsforschung

Das Projekt INCardio – Innovative Therapien zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien Österreich 2014-2020 finanziert wird, zielt darauf ab, ein Exzellenzzentrum zu schaffen, das in der Lage ist, die Forschungs- und Innovationskapazitäten im grenzüberschreitenden Raum Italien-Österreich zu verstärken, um die Entwicklung von fortschrittlichen Technologien und therapeutischen Ansätzen zu fördern, welche die Bedingungen für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern können.

Zu den Projektzielen gehört auch die Verbesserung der Ausbildung von Forschern im Programmbereich auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Seminare und Workshops. Um den Austausch von Wissen und wissenschaftlichen Ergebnissen zu fördern, haben die Projektpartner eine Reihe von frei zugänglichen Webinaren organisiert.

Am Donnerstag, den 11. Februar 2021, war Eurac Research Gastgeber der zweiten Veranstaltung des Projektes INCardio mit dem Titel „Advances in Cardiac Tissue Regeneration“ (Fortschritte bei der Regeneration von Herzgewebe). Auf dem Programm standen drei Vorträge über die jüngsten Fortschritte in der wissenschaftlichen Forschung, die darauf abzielt, die angeborene regenerative Reaktion der kardiovaskulären Gewebe durch verschiedene Strategien anzuregen.

 

Der erste Vortrag wurde von Dr. Giulio Pompilio vom Monzino Cardiology Center gehalten, der über den günstigen Einfluss der Behandlung mit G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) bei Patienten mit ST-Strecken-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) sprach.

Anschließend präsentierte Dr. Serena Zacchigna vom ICGEB-International Centre for Genetic Engineering and Biotechnology die neuesten Forschungsergebnisse über die regenerative und angiogene Kapazität des Herzens bei erwachsenen Säugetieren.

Der dritte Redner war schließlich Dr. Hesham Sadek vom UT Southwestern Medical Center, der darüber sprach, wie die mechanische Belastung des Herzens die Proliferation von Kardiomyozyten reguliert.

Frau Dr. Alessandra Rossini von Eurac Research war Leiterin und Moderatorin der Veranstaltung, an der mehr als 80 Teilnehmer aus verschiedenen italienischen und internationalen Einrichtungen teilnahmen.

Webinar Poster Deutsch



25. Jänner 2021: Webinar „Kardioprotektion und Arrhythmie

Das Projekt INCardio – Innovative Therapien zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien Österreich 2014-2020 finanziert wird, zielt darauf ab, ein Exzellenzzentrum zu schaffen, das in der Lage ist, die Forschungs- und Innovationskapazitäten im grenzüberschreitenden Raum Italien-Österreich zu verstärken, um die Entwicklung von fortschrittlichen Technologien und therapeutischen Ansätzen zu fördern, welche die Bedingungen für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern können.

Zu den Projektzielen gehört auch die Verbesserung der Ausbildung von Forschern im Programmbereich auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Seminare und Workshops. Um den Austausch von Wissen und wissenschaftlichen Ergebnissen zu fördern, haben die Projektpartner eine Reihe von frei zugänglichen Webinaren organisiert.

 

Am Montag, den 25. Januar 2021, organisierte die ICGEB die erste Veranstaltung mit dem Titel „Kardioprotektion und Arrhythmie“, an der drei namhafte Persönlichkeiten der Kardiologie- Forschung teilnahmen. Die Referenten zeigten das große Nutzungspotenzial von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) für die Untersuchung der elektrischen und mechanischen Eigenschaften von Herzzellen bei der Suche nach Behandlungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Einzelnen:

Elisa de Pasquale vom Humanitas Research Hospital erklärte, wie die molekularen Mechanismen, die der Entwicklung von erblichen Kardiomyopathien zugrunde liegen und zum Beispiel durch Mutationen im LMNA-Gen verursacht werden, mithilfe von iPS-Zell-Modellen untersucht werden. Anhand dieser Zellen erstellte sie drei Hypothesen, welche die klinischen Erscheinungsbilder der Krankheit (Dilatation des Herzens, elektrische Signalleitungsdefekte im Herzen, atriale und ventrikuläre Arrhythmien und plötzlichen Herztod) erklären könnten.

Milena Bellin vom Veneto Institute of Molecular Medicine zeigte anschließend auf, wie die Herzzellen und Mikrogewebe aus menschlichen iPS-Zellen zur Erstellung von Modellen genetischer Krankheiten sowie zum Wirkstoffscreening genutzt werden können.

Schließlich demonstrierte Mark Mercola vom Stanford Cardiovascular Institute, wie Screening-Plattformen, angewandt auf Herzzellen aus iPS-Zellen, helfen können, wirksamere Medikamente zu entwickeln und deren Kardiotoxizität zu verhindern.

Die Veranstaltung unter der Leitung von Serena Zacchigna wurde von 89 Personen besucht

Webinar Poster Deutsch


16. Dezember 2020: Presseaussendung zum Kick-Off-Meeting von multi-nationalem Forschungsprojekt INCardio